Handel und Produktion in Singapur

Durch die geringe Fläche ist auch bedingt, dass Singapur fast keine natürlichen Ressourcen besitzt. Das einzige was in, beziehungsweise um Singapur herum vorhanden ist, sind Fische. Wie aus den vorangegangenen Textabschnitten schon hervorging, versuchten die Politiker der „People’s Action Party”, vor allem Lee Kuan Yew, aus dem reinen Warenumschlagsplatz in Singapur auch einen Produktionsstandort zu machen. Natürlich mussten die Industrien entweder sehr finanz- oder ausbildungsintensiv sein. Fabriken in denen Billigwaren hergestellt werden, hätten sich für Singapur nicht gelohnt. Wie man heute sieht, ist ihnen diese Erweiterung auch sehr gut gelungen. Den größten Anteil am Exportvolumen hatten bisher Computerausstattungen und Elektronikprodukte. Eine sehr ausbildungsintensive Branche. In den 1990er Jahren zählte Singapur sogar zur Weltspitze bei der Herstellung von Festplatten sowie CD und DVD Laufwerken. Jetzt wurde mehr in die Herstellung von Wafern (Scheiben aus Halbleitermaterialien wie z.B. Silizium für die Herstellung von Chips) investiert. Im Sommer 2005 dachte sogar der US-amerikanische Chiphersteller AMD darüber nach, Teile seiner Produktion und Forschung aus Dresden nach Singapur zu verlegen. Die Bundesregierung intervenierte, um die wichtigen Hochtechnologiestandorte in Deutschland zu erhalten.

Der Elektronikbereich schrumpft allerdings schon wieder in Singapur, da das große Produktionsvolumen sehr abhängig von der Nachfrage macht und die Wirtschaft stark getroffen wird, wenn diese, wie 2001, zurückgeht. Des weiteren steigen China und Indien immer weiter in diese Branche ein und der Wettbewerb vergrößert sich. Singapur sucht sich jetzt Bereiche, in denen es noch nicht mit Ländern wie China oder Indien konkurrieren muss, weil es in der Entwicklung noch oder schon ein Stück weiter ist. Aktuell sind dies die Bereiche der Biomedizin, Pharmazeutik und vor allem Gentechnik.

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