Blind Booking: Hotels in Singapur

Priceline-Singapur Ein günstiges Hotel im boomenden Stadtstaat Singapur zu finden ist nicht so einfach, doch mit etwas Glück bekommt man per “Blind Booking” einen ordentlichen Rabatt auf den Zimmerpreis. Der Zweck von “Blind Booking” ist es, namhaften Hotels bei Buchungsflauten und leerstehenden Zimmern zusätzliche Kunden zuzuführen, ohne die normalen Preise und den guten Ruf zu beeinträchtigen. Sozusagen eine Win-Win-Situation für das Hotel und die Gäste – zufriedene und zahlende Kunden in einem hochwertigen aber eigentlich unbelegten Hotelzimmer.

Damit die günstigen Preise und hohen Rabatte nicht bekannt werden, finden sich auf den “Blind Booking”-Buchungsseiten keine Hotelnamen und Adressen. Wo genau man gebucht hat erfährt man erst nach der Bezahlung. Das macht den Reiz und das Risiko dieser Buchungsvariante aus, denn eine Stornierung ist meist nicht möglich oder zumindest mit Kosten verbunden.

Wo kann man Hotels in Singapur “blind buchen”?

Hotwire-Singapur Die beiden größten und bekanntesten Buchungsseiten für “Blind Booking” sind Priceline und Hotwire aus den USA. Während man bei Hotwire nach Eingabe des gewünschten Zielortes und der Reisedaten fast wie bei einer normalen Buchungsseite eine Liste mit Preisen, Ausstattungsdetails und Bewertungen angezeigt bekommt, hat man bei Priceline etwas mehr Optionen. Dort gibt es neben den “Express Deals” nämlich auch noch die “Name Your Own Price®” Option, bei man selber Preisgebote abgeben und so versuchen kann, ein Hotelzimmer zum Wunschpreis zu ergattern.

Wie funktioniert Name Your Own Price® von Priceline?

Zuerst gibt man das Reiseziel und die Daten für Check-In und Check-Out sowie die gewünschte Zimmeranzahl (Doppelzimmer) an. Im zweiten Schritt kann man dann die gewünschte Region bzw. Zone auswählen.

Priceline-Stadtviertel

Für Singapur sind das aktuell folgende Stadtviertel:

  1. Bugis
  2. City Hall – Marina Bay
  3. East Coast
  4. Financial District
  5. Orchard Road
  6. Riverside

Die Kartenansicht und ein eventuell hinzugezogener Reiseführer sollten helfen, die vorteilhafteste Region für die eigenen Reisewünsche bestimmen zu können. Eventuell lohnt es sich auch, nacheinander verschiedene Regionen auszuprobieren, um den besten Deal zu bekommen.

Priceline-Star-level

Im dritten und letzten Schritt wählt man noch das gewünschte Sterne-Level des Hotels aus – dann kann es auch schon zur Eingabe des Preisgebots gehen. Je nachdem welche Region und welches Sterne-Level man vorher ausgewählt hat, erscheint unterhalb des Eingabefelds gleich ein roter Balken mit einem Hinweis, dass die Erfolgschancen fast unmöglich (“almost no chance”) oder sehr gering (“only a small chance”) sind.

Priceline-small-chance

Natürlich kann man es trotzdem mit dem eingegebenen Preis versuchen oder man erhöht den Preis in 5 oder 10 Dollar-Schritten bis der rote Balken verschwindet. Je nach Jahreszeit und Buchungslage variieren die Preispunkte, sodass häufig unterschiedliche Preise akzeptiert oder abgelehnt werden.

Zu diesem Zeitpunkt muss man noch keine Bedenken haben auf den “Preview Offer”-Button zu klicken, denn wie die Beschriftung schon sagt, bekommt man noch ein paar Bestätigungsseiten angezeigt bevor man das Ergebnis der “Name Your Own Price®”-Anfrage erfährt.

Priceline-Preisabfrage Wenn das Gebot nur eine geringe Chance hatte, kommt erst noch eine Zwischenseite mit der Aufforderung das Gebot eventuell noch mal zu erhöhen, da man pro Sitzung nur einmal eine Anfrage für eine spezifische Region mit spezifischen Sterne-Level stellen kann. Natürlich gibt es eine Chance nochmals zu bieten (re-bid) – dazu später mehr – oder man schließt den Browser, startet ihn neu und stellt eine neue Buchungsanfrage.

Im nächsten Schritt kommt dann eine Bestätigungsseite mit allen eingebenden und ausgewählten Informationen wie Reisedaten, Anzahl der Nächte, Region, Sterne-Level, etc. und man sieht welche Steuern und Service-Gebühren noch zum Zimmerpreis dazukommen.

Die angebotene “Trip Protection” stellt sich beim Klick auf “View Details” als Reise-Rücktrittsversicherung für den Krankheitsfall oder andere spezielle Fälle heraus, die gegenüber dem Versicherer bewiesen können werden müssen. Es handelt sich also nicht um einen generellen Rücktrittsschutz, der beliebig eingelöst werden kann um den Reisepreis erstattet zu bekommen!

Priceline-ReviewRequest Priceline-TripProtection

Nachdem man unten auf der Bestätigungsseite seine Initialen eingegeben und auf den “Continue”-Button geklickt hat, kommt man zum letzten Buchungsschritt in dem man die Rechnungsadresse und seine Kreditkartendaten angeben muss. Optional kann man sich durch Auswahl eines persönlichen Passworts auch gleich ein Kundenkonto erstellen, was einem die erneute Eingabe aller Daten erspart, falls das Gebot nicht angenommen wird und man von vorne beginnen muss.

Priceline-Book-now

Wie der Hinweistext bei “What happens next” erklärt, entscheidet sich wenn man nun auf “Book Now” klickt, ob man ein Hotel zum gewünschten Preis bekommt und die Kreditkarte belastet wird, oder ob Priceline das Gebot ablehnt.

• If we accept your offer, we’ll immediately charge the credit card you provide to us. Please note, you will not be provided with a list of hotel options. Please remember, once you click “Book Now” your request can not be changed, cancelled, or transferred and refunds are not allowed.

• If we can’t accept your offer, your credit card will not be charged.

Im Falle eines zu niedrigen Gebots kommen die “re-bids” ins Spiel und man kann andere oder zusätzliche Stadtviertel oder Sterne-Level auswählen. Möchte man das gleiche Sterne-Level behalten, empfiehlt es sich natürlich eine zusätzliche Region zu wählen, die bestenfalls kein Hotel des gewählten Sterne-Levels hat.

Priceline Re-Bids clever nutzen

Priceline-Singapur-RegionenFür Singapur kann man bei Priceline beispielsweise nur 5-Sterne-Hotels in Bugis, City Hall – Marina Bay oder Orchard Road buchen. Die drei anderen Regionen haben maximal vier Sterne Hotels und können so gefahrlos bei den Re-Bids ausgewählt werden, um weitere Gebote für ein Fünf-Sterne-Hotel abgeben zu können. Da es in East Coast, Financial District und Riverside nur Vier-Sterne-Hotels gibt, erfolgen die Gebote auf Fünf-Sterne-Hotels quasi weiterhin nur auf die zuerst ausgewählte Region.

Mit diesen Tipps sollte einer erfolgreichen “Blind Booking”-Buchung über Priceline oder Hotwire eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Über weitere persönliche Tipps oder Erfahrungsberichte in den Kommentaren würden wir uns sehr freuen!

Übrigens: Wenn einem nach erfolgreicher Buchung das Hotel gefällt und man länger bleiben möchte, gibt es auch die Möglichkeit per Klick auf “Extend your Stay” ein Gebot für weitere Nächte im selben Hotel zu bieten. Alternativ kann man natürlich auch einfach an der Rezeption fragen, ob man den Aufenthalt zur gleichen Rate verlängern kann.

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