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	<title>Singapur-Portal &#187; Geschichte</title>
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	<description>Informationen über den südostasiatischen Stadtstaat Singapur</description>
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		<title>20. Jahrhundert</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 16:23:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Singapur-Portal</dc:creator>
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Die 1963 mit Malaya, Nordborneo (Sabah) und Sarawak gebildete F&#246;deration &#8220;Malaysia&#8221; funktionierte nicht so richtig, weil es Differenzen zwischen den Malaien und Chinesen gab, und deshalb wurde Singapur nach 2 Jahren in der F&#246;deration am 9. August 1965 ein selbstst&#228;ndiger Staat. Dieser Tag ist seither auch der Nationalfeiertag von Singapur. Es verblieb im Commonwealth und [...]]]></description>
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<p>Die 1963 mit Malaya, Nordborneo (Sabah) und Sarawak gebildete F&ouml;deration &#8220;Malaysia&#8221; funktionierte nicht so richtig, weil es Differenzen zwischen den Malaien und Chinesen gab, und deshalb wurde Singapur nach 2 Jahren in der F&ouml;deration am 9. August 1965 ein selbstst&auml;ndiger Staat. Dieser Tag ist seither auch der Nationalfeiertag von Singapur. Es verblieb im Commonwealth und wurde Mitglied der Vereinten Nationen. Die Republik Singapur wurde schlie&szlig;lich im Dezember 1965 ausgerufen.</p>
<p><img class="left" title="Shenton Way, 1970" src="http://www.singapur-portal.de/wp-content/uploads/sgp_shentonsway.jpg" alt="Shenton Way, 1970" width="280" height="228" /> 1965 waren noch viele Wirtschaftsexperten weltweit der Meinung, dass Singapur alleine nicht lebensf&auml;hig sei. Sie hatten alle unrecht. In der Zeit von 1966 bis 1990 wuchs die Wirtschaft Singapurs j&auml;hrlich um 8,5%. Die Stadt hat sich als internationales Handels-, Wirtschafts- und Finanzzentrum etabliert. Dies war ein Erfolg der technokratischen Politiker Singapurs.</p>
<p>Der erste Pr&auml;sident von Singapur war Inche Yusof bin Ishak. Er war schon seit 1959, also vor der Ausrufung der Republik, Staatsoberhaupt von Singapur. 1971 wurde er von Benjamin Henry Sheares abgel&ouml;st, der bis zu seinem Tod 1981 im Amt blieb. 1981 wurde C. V. Devan Nair als Nachfolger gew&auml;hlt.</p>
<p><img class="right" title="Lee Kuan Yew" src="http://www.singapur-portal.de/wp-content/uploads/sgp_lee-kuan-yew.jpg" alt="" width="253" height="280" /> Die Regierungsgewalt hatte aber seit 1959 der Ministerpr&auml;sident Lee Kuan Yew von der „Aktionspartei des Volkes&#8221; (People&#8217;s Action Party, PAP). In jeder Wahl seit 1986 errang seine Partei eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit. Im Laufe der Jahre wurde die Innenpolitik Lee Kuan Yews immer autorit&auml;rer. Er und seine Anh&auml;nger sorgten daf&uuml;r, dass sich aus dem Handelszentrum Singapur im Laufe der Zeit auch ein Fabrikationszentrum, mit dem Schwerpunkt auf finanz- und ausbildungsintensiven Industrien, sowie ein Finanzzentrum entwickelte.</p>
<p>Die von der Partei propagierten und eingef&uuml;hrten strengen Richtlinien im Bezug auf die Sozial- und Innenpolitik sollten nat&uuml;rlich auch dazu beitragen die Machtposition der PAP zu erhalten, aber bei Kritik von au&szlig;en konnten Lee Kuan Yew und seine Parteigenossen auf die bedeutenden, wirtschaftlichen Erfolge Singapurs hinweisen. Als weiteren Grund f&uuml;r die strengen und teilweise auch bevormundenden Gesetze f&uuml;hrt er an, dass es sehr schwierig sei, <img class="left" title="Shenton Way 2006" src="http://www.singapur-portal.de/wp-content/uploads/sgp_shenton-way2006.jpg" alt="" width="250" height="188" /> die Balance zwischen den vielen verschiedenen Bev&ouml;lkerungsgruppen und ihren Interessen zu halten und dass Singapur vor den vielf&auml;ltigen wirtschaftlichen und politischen Interessen der Nachbarl&auml;nder gesch&uuml;tzt werden m&uuml;sse. Besonders die Kommunisten machten ihm Angst, deshalb orientierte er sich sehr an der S&uuml;dostasien-Politik der Vereinigten Staaten.</p>

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		<title>Britischer Einfluss</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 16:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Singapur-Portal</dc:creator>
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 Sir Thomas Stamford Raffles, ein Beamter der Britischen Ostindienkompanie, erkannte als Erster die perfekte Lage Singapurs, am wichtigsten Seeweg zwischen China und Indien gelegen, als Handelszentrum im s&#252;dostasiatischen Raum. Bis 1824 geh&#246;rte die Insel noch dem Sultan von Johore, der Raffles die Erlaubnis erteilt hatte, dort einen Handelsposten aufzubauen. Dann kaufte die Britische Ostindienkompanie [...]]]></description>
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<p><img class="left" title="Stamford Raffles" src="http://www.singapur-portal.de/wp-content/uploads/sgp_stamford-raffles.jpg" alt="" width="200" height="280" /> Sir Thomas Stamford Raffles, ein Beamter der Britischen Ostindienkompanie, erkannte als Erster die perfekte Lage Singapurs, am wichtigsten Seeweg zwischen China und Indien gelegen, als Handelszentrum im s&uuml;dostasiatischen Raum. Bis 1824 geh&ouml;rte die Insel noch dem Sultan von Johore, der Raffles die Erlaubnis erteilt hatte, dort einen Handelsposten aufzubauen. Dann kaufte die Britische Ostindienkompanie dem Sultan von Johore Singapur aber f&uuml;r 60.000 Dollar und einer Jahresrente von 24.000 Dollar ganz ab und gliederte es 1826 in die so genannten „Straits Settlements&#8221; ein. Zu den „Straits Settlements&#8221; geh&ouml;rten noch die Festung Malacca und die Insel Penang. Stamford Raffles setzte sich weiter daf&uuml;r ein, Singapur zu einem zentralen Handelszentrum auszubauen. Er soll damals gesagt haben: „Unser Ziel hier ist nicht die Ausweitung unserer Gebiete, sondern der Handel. Es soll ein gro&szlig;er Warenumschlagplatz entstehen. Ein Drehpunkt, der es uns erm&ouml;glicht unseren politischen Einfluss in dieser Region zu erweitern, wenn die Umst&auml;nde es gebieten.&#8221; Durch ihn wurde Singapur zum Freihandelshafen.</p>
<p>Der sowieso schon sehr gro&szlig;e Einfluss der g&uuml;nstigen Lage auf Singapurs Erfolg vergr&ouml;&szlig;erte sich 1869 abermals, als der Suezkanal er&ouml;ffnet wurde. Immer mehr Einwanderer str&ouml;mten auf die Insel und beg&uuml;nstigten den Aufschwung der Stadt. Die Einwanderer pr&auml;gten auch das heutige Gesellschaftsbild und die Kultur auf Singapur. Die gr&ouml;&szlig;te Bev&ouml;lkerungsgruppe sind Chinesen, gefolgt von Malaien und Indern.</p>
<p>Gro&szlig;britannien errichtete 1921 gro&szlig;e milit&auml;rische Anlagen auf Singapur, da es zum wichtigsten Flottenst&uuml;tzpunkt im ostasiatischen Raum bestimmt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Briten allerdings nach heftigen K&auml;mpfen im Februar 1942 von den Japanern in die Flucht geschlagen. Deshalb befand sich Singapur bis zum 6. September 1945 unter der Herrschaft von Japan. Schon im darauffolgenden Jahr erhielt Singapur den Status einer eigenen, vom malaiischen Festland unabh&auml;ngigen, Kronkolonie. Die volle, innere Selbstverwaltung erhielt Singapur am 3. Juni 1959 und wurde Mitglied im „Commonwealth of Nations&#8221;. 4 Jahre sp&auml;ter war die Kolonialzeit endg&uuml;ltig vorbei, am 16. September 1963 erhielt Singapur die Unabh&auml;ngigkeit und bildete mit Malaya, Nordborneo (Sabah) und Sarawak die F&ouml;deration Malaysia. Von dieser F&ouml;deration stammt &uuml;brigens die Silbe „si&#8221; im Namen von Malaysia.</p>

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		<title>Fr&#252;he Geschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 16:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Singapur-Portal</dc:creator>
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Singapur wurde das erste Mal im dritten Jahrhundert erw&#228;hnt, eine chinesische Erz&#228;hlung beschrieb es als „Pu-luo-chung&#8221;, was &#252;bersetzt, „Insel am Ende der Halbinsel&#8221; bedeutet. Au&#223;er dieser Tatsache ist &#252;ber Singapur im dritten Jahrhundert wenig bekannt. Man kann also annehmen, dass es zu dieser Zeit nur eine geringe Bedeutung hatte. Dies spricht jedoch f&#252;r die abwechslungsreiche [...]]]></description>
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<p>Singapur wurde das erste Mal im dritten Jahrhundert erw&auml;hnt, eine chinesische Erz&auml;hlung beschrieb es als „Pu-luo-chung&#8221;, was &uuml;bersetzt, „Insel am Ende der Halbinsel&#8221; bedeutet. Au&szlig;er dieser Tatsache ist &uuml;ber Singapur im dritten Jahrhundert wenig bekannt. Man kann also annehmen, dass es zu dieser Zeit nur eine geringe Bedeutung hatte. Dies spricht jedoch f&uuml;r die abwechslungsreiche Entwicklung der Republik.</p>
<p><img class="left" title="Alte Dschunke" src="http://www.singapur-portal.de/wp-content/uploads/singapur-alte-dschunke.jpg" alt="" width="278" height="400" /> Erst im 7. Jahrhundert soll Singapur etwas mehr an Bedeutung gewonnen haben. Es geh&ouml;rte damals zum m&auml;chtigen, buddhistischen Srivijaya K&ouml;nigreich. Anscheinend hat es als relativ unbedeutendes Handelszentrum oder als kleiner Au&szlig;enposten des K&ouml;nigreichs fungiert. Der Hauptsitz des malaiischen K&ouml;nigreichs, das den Seehandel in S&uuml;dostasien mehr als 500 Jahre lang beherrschte, war die west-/ s&uuml;dwestlich von Singapur liegende Insel Sumatra.</p>
<p>Bei den H&auml;ndlern von Srivijaya war Singapur als „Temasek&#8221; bekannt, was &uuml;bersetzt etwa „K&uuml;stendorf&#8221; bedeutet. Seinen heutigen Namen bekam Singapur schlie&szlig;lich im 14. Jahrhundert vom Prinzen Sang Nila Utama, einem Mitglied der k&ouml;niglichen Herrscherfamilie von Sumatra. Er soll die n&auml;here Umgebung nach neuen Siedlungsgebieten erkundet haben und als er auf der Insel landete, war er der Meinung, im Urwald einen L&ouml;wen entdeckt zu haben. Er deutete dies als positiven Wink des Schicksals und gr&uuml;ndete die Stadt „Singa Pura&#8221;, was &uuml;bersetzt „L&ouml;wenstadt&#8221; hei&szlig;t. In Wirklichkeit gab es nie L&ouml;wen auf der Insel. Wahrscheinlich war das Tier, welches der Prinz im dichten Urwald gesehen hat, ein Tiger.</p>
<p><img class="right" title="Der Merlion, Schutzpatron Singapurs" src="http://www.singapur-portal.de/wp-content/uploads/sgp_merlion.jpg" alt="" width="210" height="280" /> Trotzdem ist noch heute eines der Wahrzeichen Singapurs ein l&ouml;wen&auml;hnliches Wesen, der Merlion. Die B&uuml;rger von Singapur betrachten den Merlion sogar als „Schutzpatron&#8221; ihrer Stadt. Der untere, fisch&auml;hnliche Teil des Merlions symbolisiert den Ursprung aus dem Meer und die Verbundenheit mit dem Meer. Der l&ouml;wen&auml;hnliche Kopf hingegen steht f&uuml;r St&auml;rke und Furchtlosigkeit. Skulpturen des Merlions stehen an verschiedenen Pl&auml;tzen &uuml;berall in der Stadt.</p>
<p>In den darauffolgenden Jahren wechselten die Herrscher in, bzw. &uuml;ber Singapur h&auml;ufig. Es hatte sich zwar durch den Einfluss von Siamesen, Indern, Javanern und Malaien zu einem kleinen Handelsst&uuml;tzpunkt entwickelt, doch dieser wurde von den Portugiesen 1613 vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt. Bis zur Ankunft von Sir Thomas Stamford Raffles am 29.01.1819 war Singapur wieder ein unbedeutendes Fischerd&ouml;rfchen. Vor seiner Ankunft 1819 lebten gerade einmal 300 Menschen in Singapur.</p>

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